Unsere Bemühungen den Gnadenhof zu erhalten

So und damit ihr seht, dass ich wirklich alles versuche und mit was ich so meine wertvolle Zeit seit Tagen vertrödel, hier mein Schreiben, dass ich an alle möglichen Menschen und Medien mit der Bitte um Hilfe gesandt habe.

Hier nochmals der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/…/das-fortbestehen-des-gnadenho…

-------------------------------------------------------------------------------

Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte lassen Sie mich mit einem Anliegen an Sie herantreten, welches mir seit längerer Zeit Kopfzerbrechen und große Sorgen bereitet!

Mein Mann und ich betreiben seit 14 Jahren einen Gnadenhof für Tiere im Hunsrück – genauer gesagt in Korweiler (bei Kastellaun), organisiert im Verein Tierhilfe Ibiza e.V. (http://www.tierseniorenresidenz.de)

Der Gnadenhof – eine alte Mühle - liegt weit ab jeglicher Ansiedlung, mitten im Wald. Hier finden alte, kranke, behinderte, verhaltensauffällige und unerwünschte Tiere, die oft große Qualen und durch Menschen zugefügtes Leid hinter sich haben, ein fürsorgliches Zuhause. Wir widmen diesen Tieren unsere gesamte Zeit, tatsächlich wie wirtschaftlich unterstützt durch den Verein, seine Mitglieder und Freunde.

Mit größtem persönlichen zeitlichen Aufwand, Liebe und Fürsorge versuchen wir, diesen armen Geschöpfen eine Heimat zu bieten und lehren sie, wieder Vertrauen zu fassen. Dabei stören wir niemanden und belästigen auch niemanden, denn - wie bereits erwähnt - ist die Mühle bzw. der Gnadenhof mitten im Wald gelegen, sind die nächsten Nachbarn Kilometer entfernt. Wir möchten einfach nur in Frieden leben und unserer Aufgabe nachgehen.

Doch leider sieht das nicht jeder so und offensichtlich ist unser Gnadenhof mittlerweile den Anwohnern der angrenzenden Gemeinden ein Dorn im Auge, jedenfalls Ziel offensichtlicher Schikane.

Im letzten Jahr wurde gar eines unserer Pferde vergiftet (Die beigebrachte Vergiftung ist schriftlich bestätigt, das tote Tier wurde in der Tierklinik Gießen obduziert!).

Weiterer Ausdruck des schikanösen Verhaltens ist die unerlaubte und unnötige Nutzung der Zuwegung zum Gnadenhof.

Der Weg zur Korweiler - Mühle war bisher und ist noch für die Öffentlichkeit gesperrt, nur für Forst- und Landwirtschaft frei gegeben. Es gab in den letzten Wochen einige Diskussionen darüber, ob dies aufgehoben und der Weg ein öffentlicher werden soll. Während der Entscheidungsphase werden wir durch nächtliche Hupkonzerte und das Leuchten mit Taschenlampen ins Haus belästigt (wohlgemerkt – mitten im Wald – es können entsprechende Fotos auf Wunsch vorgelegt werden).

Am 9. Dezember 2014 hat der Gemeinderat der Gemeinde Korweiler nun tatsächlich entschieden, dass der Zufahrtsweg zur Korweiler - Mühle ein öffentlicher Weg werden soll.

Ich führe hierzu erklärend aus, dass dieser, nur einspurig befahrbare Weg durch den Mühlengrund direkt am Haus entlang führt und dieser allein das Wohngebäude von der Pferdekoppel wie dem Hunde- und Katzenauslauf trennt. Der Waldweg von der L108 führt mitten durch den Wald, ist nicht geteert, unzählige – zum Teil sehr tiefe – Schlaglöcher befinden sich darin. In mühevoller und kostenintensiver Eigenregie wird er von uns einigermaßen befahrbar gehalten und auch von Dornen, Ästen und Gestrüpp befreit.

Trotzdem dieser Weg bisher lediglich für Forst- und Landwirtschaft freigegeben ist, schreckt dies einige Zeitgenossen nicht ab, diesen Weg als Schleichweg oder Rallye-Cross-Strecke zu missbrauchen, aus Übermut, Willkür und natürlich – insbesondere nächstens - als „Promilleweg“.

Bereits im laufenden Kalenderjahr 2014 wurden an diesem Wald-Weg mehrere tote – offensichtlich angefahrene – aber auch noch lebende und einfach liegen gelassene, Wildtiere gefunden.

Durch die rücksichtslose, verbotswidrige Nutzung und viel zu schnelles Fahren werden zugleich bereits heute Mensch und Tier hier auf dem Gnadenhof gefährdet.

Eine weitere Öffnung des Weges würde das Aus für den Gnadenhof bedeuten!

Eine Haltung der derzeit hier beherbergten über 50 unschuldigen Kreaturen (Pferde, Hunde und Katzen) wäre nicht weiter zu verantworten. Mit Umsetzung dieser Entscheidung würden all diese Tiere ihr Zuhause verlieren und zugleich das mühsam wieder trainierte Vertrauen in stetige Verhältnisse zum Menschen. Die bisherige Arbeit des Gnadenhofes wäre pulverisiert.

Ebenso möchte ich noch anmerken, dass auch der Gedanke des Naturschutzes im Rahmen dieser Entscheidung doch Beachtung finden muss. Es leben mehrere seltene Vogelarten hier im Tal. Hier wohnen Eisvogel, Schwarzstorch, Wasseramsel und Graureiher. Alle diese Arten haben eine extrem hohe Fluchtdistanz zum Menschen und werden selbst dann aufgeschreckt, wenn der Mensch in größerer Entfernung vorbei fährt. Jedes weitere Auto hier im Dünnbachtal gefährdet diese seltenen Tiere.

Auch unsere jährliche Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. „Aktion Tagwerk – Ein Tag für Afrika“, wäre nicht mehr durchführbar. Für die Schulkinder, die an diesem wunderbaren Projekt teilnehmen, könnte und wollte niemand unter den beschriebenen Bedingungen mehr Verantwortung übernehmen!

Der Weg war jahrelang für die Öffentlichkeit gesperrt. Er wurde unerlaubt als Schleichweg genutzt. Hat sich die Promille-Lobby durchgesetzt?

Oder welchen Nutzen soll es haben, den Weg frei durchgängig zu machen... zu dem es zur Nachbarsmühle zwei bereits existierende gut ausgebaute Wege gibt?

Bereits seit Beginn der Entscheidungsphase zu entsprechendem Antrag in der Gemeinde Korweiler wird der Weg (illegal) verstärkt frequentiert, so dass dieser schon erhebliche Schäden davongetragen hat. Auch durch die derzeitige Witterung – sprich Nässe – ist dieser stark aufgeweicht und mit jeder Überfahrt per (primär Allrad-) PKW werden die Schlaglöcher und Absenkungen vergrößert, so dass dieser seiner eigentlichen Bestimmung, nämlich Forstfahrzeugen 1-2 mal im Jahr Zuwegung zu verschaffen, aber auch Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeuge zur Mühle gelangen zu lassen, nicht mehr dienen kann. Ganz zu schweigen davon, dass Futtermittellieferanten und Tierärzte, auf die wir und unsere Schützlinge angewiesen sind, uns nicht mehr erreichen. Selbst Pakete der Post werden nicht zur Mühle angeliefert, sondern lediglich per Mitteilung in den Briefkasten, der an der Haupstraße L 108 steht, zur Abholung bekannt gemacht, auch die Müllabfuhr kann diesen Weg nicht passieren.

Ich bitte Sie hiermit um Unterstützung und Rat, wie im vorliegenden Falle die Umsetzung der Entscheidung, den Weg für alle zu öffnen, vermieden werden könnte. Ich bitte Sie ebenso höflich wie dringend, sich unserem Problem wohlwollend anzunehmen, sich mit uns für die Erhaltung der Voraussetzungen dieser wichtigen Einrichtung für unschuldige Tiere einzusetzen, gegebenenfalls auch mit Spenden die drohenden, kostspieligen, gegebenenfalls notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzungen zu unterstützen.

Für Nachfragen zum besseren Verständnis und zu ggf. weiterer Erläuterung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, bedanke mich bereits hier für Ihre Aufmerksamkeit und Resonanz und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen
Martina Andrae-Wagner

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

 

Dringend Paten für unsere Schützlinge gesucht !!!

Auch über ehrenamtliche "Gassigänger" würden sich unsere Tiere sehr freuen!



 Wichtig!!!

An alle Mitglieder, Paten und Spender:

 

Aus Kostengründen werden nur noch Spendenquittungen auf Wunsch ausgestellt. Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Sie dies für das vergangene Jahr oder in Zukunft wünschen. Hierzu benötigen wir Ihren Namen und die vollständige Adresse!

 

 

Spendenkonto

 

Tierhilfe Ibiza e.V.

Sparkasse Siegen

Konto-Nr.: 9106766

BLZ: 46050001

DE10460500010009106766

WELADED1SIE